Johnny Depp May / June 2014

Das Schönste an Tokio ist McDonald’s. Das Schönste an Stockholm ist McDonald’s. Das Schönste an Florenz ist McDonald’s. Peking und Leningrad haben noch nichts Schönes“, persiflierte Andy Warhol 1975 die Kultivierung der Nichtkultur. Karl Lagerfeld, einer der letzten großen Freigeister unserer Zeit, drückt seine Abneigung gegen den Tourismus drastischer aus: „Ich stelle mir die Welt von meinem Fenster aus vor. Aber ich brauche da nicht hinzurennen. Schon allein diese ganzen Leute.“ Und auf die Frage, ob er denn Sightseeing mache, antwortet er gewohnt launig: „Bin ich ein Chinese?“ Wir haben aber auch Menschen gefunden, die gern unterwegs sind. In dieser Ausgabe er zählen Fotografen, Schauspieler, Models und andere Kreativ-Traveller von ihren Lieblingsorten und verraten den einen oder anderen Geheimtipp. Währenddessen kann einer unserer Gesprächspartner die Welt selbst vom Fenster aus nicht sehen. Seit nun fast zwei Jahren sitzt Julian Assange in der Londoner Botschaft Ecuadors fest. Er kann sie nicht verlassen, weil er sonst verhaftet und nach Schweden ausgeliefert werden würde – und danach möglicherweise an die USA, für die Assange ein Staatsfeind ist, seit seine Organisation WikiLeaks Tausende Geheimdokumente verö”entlicht hat. Für Interview besuchte ihn die Regisseurin Angela Richter in London. Es ist ein aufregendes Gespräch geworden, manchmal beklemmend, manchmal sehr überraschend. Für Johnny Depp ist sein Strandhaus auf den Bahamas der beste Ort zum Entspannen, nach ein paar Minuten schlägt sein Herz nur noch 20-mal pro Minute, erzählt er. Der Coverheld dieser Ausgabe spricht mit Iggy Pop über die Verrücktheit seiner Branche und die Angst, dass die Welt unaufhaltsam zu einer Reality-Show verkommt. Seit unserer ersten Ausgabe im Februar 2012 stellen wir Ihnen starke Frauen vor. Diesmal ist es Ruby O. Fee, Jungschauspielerin aus Berlin, im Dschungel Costa Ricas geboren, in Indien, Afrika und Brasilien aufgewachsen. Am ersten Mai-Wochenende jedes Jahres tun sich die wichtigsten Galeristen Berlins zum Gallery Weekend zusammen. Wie sie sich fühlen und was sie antreibt, haben wir bei ihnen mit einem Fragebogen erkundet. Wie Künstler zu feiern verstehen, zeigt uns der Maler Helmut Middendorf. Er hat für uns seine Fotoalben aus den 80er- und 90er- Jahren geöffnet.
Gute Reise, wohin es auch geht!

BERND RUNGE

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