BRIGHTON ZEUNER

Was die meisten im Alter von 14 machen ist: exzessives Kaugummi Kauen und vor der Schule rumlungern. Was Brighton Zeuner mit ihren 14 Jahren macht, sieht ein wenig anders aus: Sie ist als professionelle Skaterin viel in der Welt unterwegs und vertritt die Marke Vans als hauseigener ‘Vanguard’.

Sie ist die jüngste Gold Medaillen Gewinnerin in der Geschichte der X-Games und auch ihr online Auftritt kann sich sehen lassen. Gekonnt und immer authentisch, inszeniert sie sich auf Instagram und auf Youtube – vielen gefällt’s.

Interview hat mit Brighton über erste Erfolge, Zukunftspläne und Social Media gesprochen:

Interview: Brighton, worauf bist du besonders stolz?
Brighton Zeuner: Mein unvergesslichster Erfolg war mein erster Gewinn eines Pro Contests. Das war 2016 bei den Vans Park Series World Championships in Schweden.

I: Du bist sehr aktiv auf den sozialen Medien – bist du dir deiner Reichweite bewusst? Und wieviel Zeit widmest du deinen Accounts?
BZ: Ich versuche, meinen Online Auftritt nicht zu ernst zu nehmen – ich poste mehr spontane Dinge, die ich mit meinen Freunden erlebe und kommuniziere auch dadurch. Ich bin mir nicht sicher, wieviel Zeit ich investiere, wahrscheinlich zu viel manchmal.

I: Setzt du Social Media auch beruflich ein, oder siehst du es eher als Freizeitspaß?
BZ: Ich benutze es beruflich sowie privat. Ich erlaube mir schon ein ganz normaler Teenager zu sein, der mit Freunden herumalbert. Als Plattform für meinen Skate-Sport funktioniert es aber auch super – genauso wie für Beauty und Mode Themen, was sich in meinen Beziehungen mit Sponsoren gut macht.

I: Siehst du dich selbst als Vorbild?
BZ: Ich hoffe, dass ich ein Vorbild für jüngere Mädchen sein kann, die sich selbst im Skate-Sport und anderen Formen ausdrücken möchten. Ich fühle mich geehrt in einem Atemzug mit Lizzie Armanto, Allysha Le und Nora Vasconcellos genannt zu werden.

I: Wer ist dein Vorbild und weshalb?
BZ: Mein größtes Vorbild ist mein Bruder, Jack. Er hat mich zum Skateboarden gebracht und auch mit der Musik vertraut gemacht, die ich am liebsten höre. All diese Einflüsse gebündelt, helfen mir dabei mich so auszudrücken, wie ich das möchte und tue.

I: Da die Skate-Wettbewerbe in der ganzen Welt stattfinden, bist du sicher viel unterwegs. Wie fühlt sich das Leben aus dem Koffer an?
BZ: Ich liebe es für meinen Sport zu reisen und die Chance zu haben, ganz besondere Orte zu besuchen. Gleichzeitig schaffe ich es glücklicherweise aber auch einfach ein Teenage Mädchen zu sein, das sich mit Freunden trifft, für die Schule arbeitet und anderen Hobbies nachgeht.

I: Siehst du das Skaten eher als Sport oder betrachtest du es auch als kreatives Outlet?
BZ: Skateboarden kann alles sein, wozu du es machen willst. Ich skate besser, wenn ich in Form bin. Wettbewerbe erfordern deshalb manchmal methodisches Training. Aus diesem Grund wird das Skateboarden ja auch als Sport klassifiziert. Ich sehe es immer als eine Art Ausdruck von Kreativität. Es ist ein Tanz, der Kraft erfordert! Keine Version davon definiert mich jedoch, es ist einfach etwas, das ich liebe.

I: Wann bist du das erste Mal auf einem Skateboard gestanden?
BZ: Ich habe mein erstes Skateboard bekommen, da war ich fünf Jahre alt. Mein Bruder und ich spielten mit seinem Skateboard und ich wollte deshalb unbedingt ein eigenes. Ich hatte in der Zwischenzeit bereits viele Sportarten ausprobiert und als ich acht war, hat das Skateboarden für mich ‘geklickt’. Ich habe damals beschlossen Tricks zu lernen und auch an Wettkämpfen teilzunehmen wie mein Bruder. Es war das erste Mal, dass ich eine starke Passion für etwas hatte.

I: Hat sich das Skaten also natürlich für dich entwickelt?
BZ: Ja auf jeden Fall! Als meine Familie von Arizona nach Kalifornien zog, war ich ständig mit den Jungs am Skaten – ich hatte kein Problem damit hinzufallen und wieder aufzustehen, um den Trick nochmal zu versuchen.

I: Gab es einen speziellen Moment an dem du wusstest, dass das Skaten mehr sein könnte, als nur ein Hobby?
BZ: Als ich begann bei den Frauenwettbewerben gut abzuschneiden und sogar zu gewinnen, dachte ich mir schon, dass es ein richtiger Beruf daraus entstehen könnte. Skaterinnen wie Cara-Beth Burnside hatten zu dieser Zeit ernstzunehmene Fortschritte im Frauen-Skaten gezeigt. Die Marken zogen dann nach und gaben mehr Frauen mehr Möglichkeiten, außerdem glichen sich Preisgelder für Wettbewerbe an – da erkannte ich, dass ich zu einer guten Zeit in den Sport eintrat.

I: Du bist ja noch sehr jung, denkst du du wirst vorerst bei dem Beruf einer Profi-Skaterin bleiben?
BZ: Ich weiß, dass ich immer eine Skateboarderin sein werde und so lange wie möglich reisen und an Wettbewerben teilnehmen möchte. Ich will aber auch in New York Modedesign studieren und hoffe, dass ich diese beiden Welten in Zukunft verbinden kann.

I: Wenn du außer Mode noch etwas anderes ausprobieren könntest, was wäre das?
BZ: Ich liebe Mode und ich liebe Musik. Beide Dinge kann ich mit dem Skaten in Einklang bringen. Ich jamme gerne mit meinem Bruder und Freunden. Ich würde sehr gerne auch Musik mit ihnen aufnehmen, nur so zum Spaß. Zudem dann noch Mode designen, für so ausgefallene Leute wie uns, das wäre schon was.

*In Collaboration with VANS