THERE IS NO NONVIOLENT WAY TO LOOK AT SOMEBODY

INTERVIEW verlost 10 x 2 Eintrittskarten zur Ausstellung „Wu Tsang: There is no nonviolent way to look at somebody“ im Martin-Gropius-Bau, Berlin. Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. Januar 2020. So gehts: Schreib uns, an verlosung@interview.de bis zum 31. Oktober 2019 und mit etwas Glück erhältst du zwei Eintrittskarten. Es gelten die in unserem Impressum aufgeführten Bedingungen.

Wu Tsang, One emerging from a point of view, 2019, Foto: Luca Girardini, Courtesy: die Künstlerin; Galerie Isabella Bortolozzi; Cabinet & Antenna Space

Die Filmemacherin und Künstlerin Wu Tsang zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung, unter anderem, die neue Arbeit „One emerging from a point of view“, eine Videoarbeit die auf der griechischen Insel Lesbos entstand und sich mit Migrationserfahrungen auseinandersetzt. Konkret beschäftigt sich der Film mit dem Trauma der Vertreibung: „Allein im Jahr 2015 haben über 850.000 Geflüchtete Griechenland erreicht; viele von ihnen kamen an den Ufern der Insel Lesbos an, nachdem sie vor Krieg und untragbaren politischen Umständen über das Mittelmeer geflüchtet waren.“ Mit dieser Situation müssen nicht nur wir uns auseinandersetzten, die Konfrontation mit den ursprünglichen Inselbewohner ist ungemein härter. Um das darzustellen, changiert Wu Tsang zwischen Fakt und Fiktion – Realismus wird zur surrealen Erzählung.

Konkret bedeutet das, dass sie in der Arbeit „One emerging from a pont of view“ zwei, sich überlappende Videoproduktionen zeigt, die Aufnahmen überschneiden sich und verlaufen ineinander. Auch wenn ihre Arbeit stark von Techniken des Dokumentarfilms geprägt sind, entschied sie sich bei dieser Thematik gegen eine bloße Abbildung des Geschehens, zu groß sind die persönlichen und politischen Traumata um ihnen gerecht zu werden.

„Wu Tsangs radikale Herangehensweise an den Dokumentarfilm ist ein wesentlicher Aspekt ihrer künstlerischen Praxis. Ihre Arbeit lässt filmische Parallelen zwischen dem Aufbau des bewegten Bildes, der Bewegung des darstellenden Körpers und einer der Migration immanenten Bewegung entstehen. Die Art und Weise, wie sie die Kamera benutzt, ermöglicht es Gesten, Choreographien und Tänzern als narrative Kräfte zu wirken. Im Gropius Baus erkunden wir die kollaborativen Beziehungen, die ihrer skulpturalen und filmischen Praxis zugrunde liegen.“ Sagt Stephanie Rosenthal, Direktorin und Kuratorin des Martin-Gropius-Baus.

 

Wu Tsang, We hold where study, 2017, Foto: Roman Mensing, Courtesy: die Künstlerin & Galerie Isabella Bortolozzi

 

Öffnungszeiten und weitere Informationen findet man auf der Website der Berliner Festispiele oder des Martin-Gropius-Baus.