HYSTERIA

Letzte Woche endete die Ausstellung ‚Hyteria‘ im Moskauer ART4 Museum. Das mag man jenseits der russischen Grenze nicht mitbekommen haben, kein Grund nicht trotzdem einen näheren Blick auf die Arbeiten von Dunya Zakharova, kurz DUZA, zu wagen. ‚Hysteria‘ überzeugte nicht nur ästhetisch, sondern auch inhaltlich und technisch mit einer, sagen wir zeitlosen Aktualität. Multidisziplinär bilden Skulpturen, Videos, Musik, Malereien und Performances eine Gesamtinstallation, welche unter dem gleißenden Licht einer Laborlampe psychische Erkrankungen und sexuelle Perversionen behandelt. Dabei changiert sie zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlich, historischen Mythen. So spielt schon der Titel ‚Hysteria‘ auf eine der ältesten, beschriebenen neurotischen Störungen an, die stigmatisierend und sehr verkürzt beschrieben hauptsächlich auf eine gestörte weibliche Sexualität anspielt. Ganz eigentlich ist das Wort Hysterie altgriechischen Ursprungs und bezeichnet den Uterus. Konsequent stellte auch das Hauptwerk ‚Hyterias‘ einen Uterus in menschlicher Form dar, welcher betreten und im wahrsten Sinne des Wortes erlebt werden konnte. Die in ihm gezeigte Video-Arbeit stammt von der Musikerin und Komponistin Alina Petrova und enthält unter anderem Body-Paint Arbeiten von der Künstlerin Kate Mur.

INTERVIEW hat die Ehre einen Teil der Ausstellung und die Video-Arbeit exklusiv zu präsentieren:

 

 

 

 

 

Artist, Director, Model DUNYA ZAKKHAROVA (DUZA)

Music, Model ALINA PETROVA

Director INGA SHEPELEVA

Camera GRIGORIY SOKOLINSKY Camera Assistant ANASTASIA IVANOVA

Bodypaint KATE MUR Bodypaint Assistant AIYYNA ADAMOVA

Words TOBIAS LANGLEY HUNT