GALLERY.DELIVERY: NEW CONVENIENCE

Mitte August erreichte den deutschen Großstadtbewohner eine sehr persönliche Mail: „Hi  (hier Name des deutschen Großstadtbewohners), mit diesem Schreiben möchte ich Dich darüber informieren, dass Deliveroo mit Ablauf des 16. August in Deutschland nicht mehr tätig sein wird. Diese Entscheidung war nicht einfach… blabla usw.“

Ein unbestimmtes „Ich“ entschuldigt und bedankt sich rührend, ein ebenso unbestimmtes „Wir“ verabschiedet sich am Ende des Briefs mit der Hoffnung „auf ein baldiges Wiedersehen“, signiert: „Das Deliveroo Team“. Jetzt stellt sich die Frage, abgesehen davon, woher der deutsche Großstadtbewohner in Zukunft seine Nahrung beziehen wird, wer dieses „das Deliveroo Team“ ist und wen genau man wieder sehen wird? Diese Frage lässt sich nicht beantworten, allerdings kann man sie mit folgender These ziemlich leicht irrelevant werden lassen: „Das Deliveroo Team“ wird man so schnell gar nicht wieder sehen! Selbst wenn man es wieder sehen würde, man würde es nicht erkennen, immerhin werden sich die wenigsten an eine Situation erinnern, in welcher sie dieses Team schon einmal gesehen haben sollen. Wen man allerdings wieder sehen wird, ist der Teil des Teams, welcher mit Gewissheit nicht beim Verfassen des Schreibens beteiligt war – die Rede ist von den unzähligen Kurieren, die tagein tagaus mit ihren Fahrrädern auf den Großstadtstraßen unterwegs sind und einfach nur delivern. Vielleicht werden ihre Rucksäcke in Zukunft ein neues Logo tragen, vielleicht suchen sie sich auch einen neuen Job. Wir werden sie wieder sehen, aber erkennen werden wir sie nicht, zu schnell, zu alltäglich, zu, nun ja, unpersönlich, ist die Übergabe der Pizza an der Türschwelle der Großstadtbewohnerwohnung.

Photo: André Wunstorf

Bei aller Liebe zum Komfort, wirklich sauber war und ist die moderne Form des Sattwerdens nicht und mit dem Verschwinden einiger Akteure sind die bekannten Probleme ebenso wenig gestillt, wie der ungeduldig knurrende Magen des Bestellers. Das weiß man schon, aber darüber nachgedacht hat man ‚halt‘ nicht. Damit könnte jetzt Schluss sein, ein Projekt, welches in Berlin schon das zweite Mal stattfindet, stellt die zweifelhafte Lieferkultur nachdrücklich infrage, es bedient sich ihrer selbst und überträgt sie in ein Feld, welches vielleicht ebenso schnelllebig, aber keinesfalls so alltäglich ist, wie der Prozess des Pizza-Bestellens. Gallery.Delivery liefert Kunst, sogar eine ganze Kunstausstellung, direkt ins ganz private und ganz persönliche Eigenheim. Dahinter steckt der Berliner Künstler Sebastian Schmieg. Im Kontext der Berlin Art Week präsentiert er und die ihn unterstützende Galerie Roehrs & Boetsch eine neue Gruppenausstellung die zugleich Performance und neues Ausstellungsformat ist. In einem würfelförmigen, weißen Kurier-Rucksack, der wortwörtlich an den White-Cube angelehnt ist, werden Kunstwerke von einem fahrradfahrenden Lieferanten zum Ort der Bestellung geliefert und dort temporär aufgebaut. Die Ausstellung findet in Berlin zwischen dem 6. und dem 15. September 2019 statt und ist unter  https://Gallery.Delivery  ab sofort buchbar. INTERVIEW.de hat sich mit dem Künstler und der Galeristin Nina Roehrs zusammengesetzt und sich die Thematik genauer erklären lassen.

INTERVIEW Wie laufen die Vorbereitungen, wann geht es los, läuft alles nach Plan, erzählen Sie mal!

SEBASTIAN SCHMIEG Es geht heute in einer Woche los, die erste Bestellung ist am Freitag um 13:00 Uhr, bestellen kann man seit dieser Woche, was die Leute auch schon einigermaßen fleißig tun.

NINA ROEHRS Und das ganze läuft dann fast zehn Tage, also von Freitag bis die Woche darauf Sonntag, dem 15. September, parallel zur Art Week und der Art Berlin.

INTERVIEW Gallery.Delivery findet dieses Jahr ja schon das zweite Mal statt, warum nochmal? Und gibt es Neuigkeiten verglichen mit letztem Jahr?

NINA ROEHRS Wir haben letztes Jahr so gutes Feedback gekriegt und alle Slots waren ausgebucht, wir hatten also das Gefühl, dass es wirklich Spaß machen würde, das Ganze nochmal zu machen, aber mit einer neuen Gruppe Künstlern und neuen Werken.

SEBASTIAN SCHMIEG Es geht auch in Zukunft weiter, so habe ich mir das immer vorgestellt, als etwas, das sich etablieren könnte. Wenn es klappt, sind wir im Herbst, Winter, Frühjahr in Mailand und machen dort eine Gallery.Delivery Ausstellung. Zu den Neuigkeiten: es gibt nicht nur neue Künstler, sondern verglichen mit letztem Jahr, ist es vielleicht auch ein bisschen konzentrierter kuratiert, nachdem wir damals einfach noch völlig frisch waren mit dem Format. Jetzt sehen wir, was am besten funktioniert und haben hier und da vielleicht genauer darauf schauen können, wie wir die Arbeiten auswählen usw…

NINA ROEHRS Auch thematisch, wir haben gesagt, wir suchen einen Fokus in den Arbeiten, der zu dem Grundgedanken von Gallery.Delivery passt und den Fragen die dort gestellt werden bzw. zu dem worum es Sebastian bei dem ganzen Konzept ging. Außerdem konnten wir natürlich auch an dem Wie und Was arbeiten, wie passen 13 Arbeiten in die Box, was hat den Kunden angesprochen, welche Formate kommen gut an? Gibt es etwas, das direkt gekauft werden kann, Arbeiten, die für jeden erschwinglich sind, gibt es auch Arbeiten, die gar nichts kosten, die vielleicht einen performativen Charakter haben und den Besteller mit einbinden?  All diese Aspekte haben letztes Jahr zwar auch schon gut geklappt, da war es aber vielleicht noch eher zufällig, jetzt konnten wir das ganz gezielt weiterverfolgen.

SEBASTIAN SCHMIEG Bei dem Grundkonzept hat sich auch einiges verändert: Letztes Jahr gab es in Berlin Lieferando, Foodora, Deliveroo, alle fuhren mit ihren Würfelrucksäcken durch die Gegend, jetzt hat sich zum einen die Form der Rucksäcke ein bisschen geändert und zum anderen sind Foodora und Deliveroo weg, Lieferando bzw. Takeaway hat jetzt quasi das Monopol, der Verdrängungswettbewerb hat ein Ende gefunden und so verstehe ich Gallery.Delivery jetzt so ein bisschen als Gallier, der sich als aller letzter diesem Monopol entgegenstellt.

NINA ROEHRS Sebastian, erzähl doch mal wie du überhaupt auf das Konzept Gallery.Delivery gekommen bist und worum es dir geht.

SEBASTIAN SCHMIEG Da sind so einige Punkte zusammengekommen. Ganz einfach gesagt hatte ich vor meinem Balkon einen Treffpunkt von Deliveroo-Fahrern, die sind hier immer abgehangen, wenn sie gerade auf Aufträge gewartet haben. Wenn ich dann auf dem Balkon war, habe ich immer viel über diese Lieferthematik nachgedacht, wie die Essensbestellung auf Fahrräder umgestellt wurde usw. und die noch größere Thematik ist die App-basierte Arbeit, früher hat man ein Bild im Internet heruntergeladen und heute drücke ich auf einen Knopf und dann kommt anstelle eines Bilds ein Mensch mit einer Pizza. Alles läuft über eine App, ich bestelle in der App und die Fahrer werden über die App gesteuert. Aus diesem Gedanken entstand die Idee. Ich habe mich gefragt, wie kann ich damit arbeiten, wie kann man diese Form der Arbeit aufgreifen und in den Kunst-Kontext überführen? Der Kniff war dann folgender: normalerweise sieht man die Lieferanten mit ihren Rucksäcken auf den Straßen, sonst habe ich aber nichts mit ihnen zu tun, bei Gallery.Delivery hingegen kommt der Lieferant in die Wohnung und während der Ausstellungszeit hängt man mit ihm ab, das ist ja schon relativ intim.

NINA ROEHRS Ein weiter Gedanke war die Parallele zur Galerie, weshalb du unter anderem ja auch gedacht hast, dass es Sinn ergeben würde, einen Galerie-Partner mit reinzunehmen. Grundsätzlich ist festzustellen, dass es immer weniger Leute gibt, die eine Galerie besuchen und wenn sie doch kommen, sehen sie immer nur das fertige Ausstellungsprodukt, die Arbeit dahinter bleibt ihnen verborgen. Und, wenn du dir bei einem Lieferservice eine Pizza bestellst, ist das ähnlich. Bei Gallery.Delivery wird das hingegen umgedreht, der ganze Prozess des Aufbaus und des Zustandekommens der Ausstellung passiert vor deinen Augen, in deinem Zuhause. Du wirst sogar zum Mitveranstalter dieser Ausstellung.

SEBASTIAN SCHMIEG Glaubst du, es kommen weniger Leute in Galerien?

NINA ROEHRS So wird es zumindest allgemein beklagt. Ein Galerieraum ist in der Regel kein hochfrequentierter Ort. Es sei denn, es findet gerade ein Opening statt.

INTERVIEW Ist nicht die Galerie per se ein separierter Ort, bei dem von vornherein eine relativ große Eintrittshürde besteht, weil die Zielgruppe sehr selektiert ist?

NINA ROEHRS Das stimmt schon. Kunst gilt ja nach wie vor als etwas Elitäres, das ist auch etwas, das allgemein thematisiert wird: Museen und auch Galerien oder andere Kulturorte machen sich immer mehr Gedanken darüber, wie man sie zu Orten der Begegnung machen kann, die für jeden zugänglich sind. Wir merken z. B., wenn wir eher Werke, die mit neuen Technologien arbeiten, zeigen, wie Virtual Reality, dann wird auf einmal auch diese Kunsthürde gebrochen, es kommen Leute, die sich sonst nie in eine Galerie wagen würden, um sich Kunst anzugucken, in der Kombination Technik-Kunst  finden sie dann etwas für sich.

INTERVIEW Ist die Lieferservice-Thematik nicht auch Ausdruck einer gewissen Elite, erst einmal kann sich das nicht jeder leisten und zweitens ist es auch ein Phänomen der Wohlstandsgesellschaft, die keine Zeit mehr hat selbst zu kochen?

SEBASTIAN SCHMIEG Das sind zwei Dinge auf einmal, auf jeden Fall kehren quasi die Diener und Dienerinnen zurück, aber das interessante ist ja, dass durch den stattfindenden Verdrängungswettkampf versucht wird, die Preise so niedrig zu halten, dass sich das dann doch jeder leisten kann, vielleicht ausgenommen derer, die selbst auf dem Fahrrad sitzen, das ist aber auch der Grund warum das kaum funktioniert, es ist so günstig, dass keiner was daran verdient – erst recht nicht die Kuriere .

Was den Galeriebesuch betrifft, senken wir mit Gallery.Delivery die angesprochene Hürde deutlich ab, Galerien schließen vermehrt, weil sie sich die Miete nicht leisten können und wir sagen, wir nutzen einfach eure Wohnung als unsere Galerie.

NINA ROEHRS Das wird indirekt dann auch nochmal thematisiert, indem wir dem Besteller zertifizieren, dass er der Host oder Aussteller einer Galerieausstellung war.

SEBASTIAN SCHMIEG Nochmal zu Ihrer Frage: was auch da auch wichtig ist, es gibt eine Schwierigkeit bei Kunst die sich mit Arbeit und gerade auch mit der neuen Arbeit auseinandersetzt, dass man aus Künstlerperspektive Ausbeutung thematisiert, aber eigentlich die Ausgebeuteten zum Ausstellungsobjekt macht. Das Ziel bei Gallery.Delivery ist aber nicht einen Ausgebeuteten zu zeigen oder selbst noch mehr Ausbeutung zu schaffen, sondern ganz im Gegenteil, wir wollen Arbeit zeigen, die eigentlich unsichtbar bleibt.

NINA ROEHRS Dabei geht es auch viel darum, dass durch die algorithmisch gesteuerte Arbeitsverteilung viele Kleinstleistungen entstehen, die immer mehr an Gesamtwert verlieren. Und die Menschen, die diese Arbeit ausführen, verlieren immer mehr an Sichtbarkeit und Wertschätzung.

Photo: André Wunstorf

SEBASTIAN SCHMIEG Nina, als Galeristin ist es Teil deiner Arbeit mit Sammlerinnen und Sammlern über die Künstler und ihre Arbeiten zu sprechen und einzuordnen, bei Gallery.Delivery geht das ja jetzt komplett aus deiner Hand und landet bei dem Kurier, wie ist das für dich?

NINA ROEHRS Ich würde sagen im Liefermoment selbst gebe ich das aus der Hand, in dem Sinne, dass da jetzt der Fahrradkurier steht und die Werke präsentiert. Das war ja auch ein Thema, welches wir diskutiert haben, was für eine Rolle der Kurier eigentlich spielt? Ist er derjenige der nur liefert? Wie beim Pizza liefern, dort hat der Lieferant ja auch nicht viel mit der Pizza selbst zu tun, er hat keine Verantwortung, außer, dass die Pizza möglichst warm und pünktlich zur richtigen Adresse kommt. Oder spielt er, durch die Länge seiner Anwesenheit und die Interaktion mit dem Besteller, eine ganz andere Rolle? Ich glaube wir haben einen ganz guten Mittelweg gefunden: Der Kurier kann über jedes Werk etwas sagen, wir öffnen aber auch eine Tür, indem wir sagen, man kann die Galerie kontaktieren und mit uns sprechen. Diese Arbeitsteilung gehört zum Projekt dazu und stört mich nicht. Mir ist allerdings wichtig, dass ich, wie bei anderen Gruppenausstellungen auch, einen engen Kontakt zu den einzelnen Künstlern und ihren Werken habe, so kann ich sie in einem nachgelagerten Prozess wieder vertreten. Die Dokumentation zu den Werken sind dann ja auch die Materialien, die dem Kurier als Fundament dienen.

INTERVIEW Wie genau läuft denn dieser Prozess eigentlich ab?  Kann ich, wie bei der Pizza, einfach bestellen und dann habe ich eine halbe Stunde später eine Ausstellung zuhause?

SEBASTIAN SCHMIEG Das kommt darauf an, Gallery.Delivery ist ja jetzt schon im voraus buchbar und man kann jetzt schon festlegen, wann die Lieferung kommt. Der Kurier ist jedoch direkt mit der Seite verbunden, er bekommt die Bestellung rein und sieht, wohin er fahren muss. Eine Bestellung ist also auch in Echtzeit möglich.Wir haben allerdings nur einen Lieferanten, es kann also nichts parallel passieren. Der Prozess ist übrigens folgender: Man wählt auf der Website einen Tag und eine Uhrzeit, bezahlt per PayPal und dann kommt der Kurier zu dieser Zeit zu dir nach Hause, packt aus seinem Rucksack die Arbeiten aus, hängt sie auf, legt sie aus, trägt sie vielleicht und stellt sie vor. Dann hängt man zusammen ein bisschen ab und wenn man möchte, kann man auch Arbeiten kaufen. Nach ca. 1 ½ Stunden fährt er dann weiter zum nächsten Termin.

NINA ROEHRS Es ist schon so, dass es festgelegte Termine gibt, du hast also nicht ganz die Flexibilität wie bei der Pizzabestellung. Ein weiterer Unterschied ist, dass du keine einzelnen Komponenten bestellen kannst, du bestellt immer die ganze Ausstellung und die ist vordefiniert.

INTERVIEW Herr Schmieg, wie ist eigentlich Ihr Verhältnis als Künstler zur klassischen Galerie?

SEBASTIAN SCHMIEG Ich komme ja so ein bisschen aus der Netzkunst und da war der ursprüngliche Gedanke, man braucht keine Galerie, alles passiert online und man kann sich selbst Strukturen schaffen. Gewissermaßen könnte das bei Gallery.Delivery auch so sein, wir könnten eigene Strukturen schaffen. Für mich ist die Galerie aber schon eine Möglichkeit mit jemandem zusammenzuarbeiten, der einen unterstützt und dich mit Interessierten zusammenbringt. Für Gallery.Delivery habe ich eine Galerie mit reingebracht, weil mir eine gewisse Ernsthaftigkeit wichtig war. Wir vereinnahmen vorübergehen deine Wohnung und machen sie zur kommerziellen Galerie, mit allem, was man sonst nicht zu sehen bekommt.

INTERVIEW Und Sie haben es bewusst Gallery.Delivery genannt und nicht ‚Museum.Delivery‘ oder ‚Exhibiton.Delivery‘. War Ihnen der kommerzieller Aspekt des Kunstmarkts wichtig?

SEBASTIAN SCHMIEG Ja genau, so funktioniert das ja auch, der Kurier baut die Ausstellung auf und das Format der Galerie reproduziert sich dann bei dir zu Hause und natürlich hat das auch Anleihen an so etwas wie eine Tupperparty, falls das ein bekanntes Konzept ist? Kennen Sie das?

INTERVIEW Ist mir ein Begriff, ja. Gibt es Highlights vom letzten Jahr, die Ihnen in Erinnerung geblieben sind, etwas was dieses Konzept erfahrungsgemäß wirklich einmalig macht?

NINA ROEHRS Ich glaube, es gab viele schöne Momente zwischen dem Kurier und einzelnen Liefersituationen, da gab es bestimmt auch Momente, wo einem der Atem gestockt ist, z. B. wenn einem erzählt wird, dass eine Gruppe den Kurier weggeschickt hat, weil sie gerne mit den Kunstwerken alleine wäre, was ja auch eine schwierige Situation für den Kurier ist, zu entscheiden, was mache ich jetzt? Ich glaube, er musste sich allgemein sehr viel auf Situationen einstellen, was eine große Herausforderung ist.

SEBASTIAN SCHMIEG Ich bin ja selber nie dabei, genauso wenig wie Nina. Für mich war der spannendste Teil der Ausstellung immer abends, wenn ich mit dem Lieferanten quatschen konnte, wenn er von seiner Tour zurückkam und sie Revue passieren ließ, wo war er, was hat er erlebt?  Zwei Sachen, die ich sehr interessant fand: zum einen hat eine Freundin die Gallery.Delivery bestellt hat, erzählt, dass sie ganz angetan war, sich in ihrer Wohnung aber plötzlich schutzlos fühlte, mit einem Fremden der da kommt und eine Ausstellung aufbaut, aus der Situation hat sich dann ein sehr offenes Gespräch entwickelt. Das andere – und das bekommt nur der Lieferant mit –  er arbeitet ja selber als Essenslieferant und nimmt sich für die Ausstellung extra frei, er hat mir dann erzählt, dass er nach der Ausstellung jemandem Essen geliefert hat, der tatsächlich auch die Ausstellung bestellt hatte. Das fand ich sehr schön.

 

Teilnehmende Künstler: BBB_, Marco Buetikofer & Lotte Meret Effinger, Tom Galle, Stefani Glauber, Jing He, David Horvitz, Lauren Huret, Jeremy Hutchison, Simone Niquille, Jaakko Pallasvuo, Elisa Giardina Papa, Evan Roth, Theo Triantafyllidis.

 

Interview TOBIAS LANGLEY HUNT